Mai 2020

Wiesenbrüterschutz in Zusammenarbeit mit dem Wildtierschutz

 

Anfang Mai werden die meisten Wirtschaftswiesen bereits das erste Mal abgemäht. Auf Naturschutzflächen sieht das in der Regel anders aus. Um Pflanzenarten zur Samenreife kommen zu lassen und Insekten ein längerfristiges Nahrungsangebot zu verschaffen, findet die erste (und oft einzige) Mahd meist erst im Spätsommer oder abhängig von der Pflanzengesellschaft noch später statt. Eine Ausnahme bilden hier die sogenannten „Frühmahdstreifen“, die der Landschaftspflegeverband gezielt in die Nähe von Brachvogel-Brutplätzen setzt. Die ca. 6 m breiten Mähbahnen, die zumeist an den Rändern der Flächen angelegt werden, dienen den alsbald schlüpfenden Brachvogel-Küken zur Nahrungssuche und zur Daunengefieder-Trocknung bzw. -pflege. Da sie hier auch für ihre Fressfeinde sichtbarer sind, ist ein Mosaik aus kurzer und hoher Vegetation wichtig, so dass die Küken bei Gefahr eine Rückzugsmöglichkiet haben.

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Gut getarnt: Das Brachvogel-Gelege (hier ein Nachgelege mit drei statt der üblichen vier Eier). Vor der Mahd ist unbedingt sicherzustellen, dass sich kein Gelege des vom Aussterben bedrohten Vogels in der Fläche befindet.

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Für den frisch geschlüpften Brachvogel ist ein Vorankommen in der hohen Vegetation schwierig.

Die Mahd erfolgt mit einem Balkenmäher, der durch seine Schneidetechnik und fehlende Vorrichtungen zur Halmvorbereitung besonders tierschonend mäht. Insekten, insbesondere Fluginsekten wie Bienen, werden vom Balkenmäher im Vergleich zu konventionellen Kreiselmähwerken kaum verletzt oder getötet. Rehkitze oder junge Feldhasen, die in genau diesem Zeitraum geboren werden, sind vor dieser Mähtechnik allerdings nicht geschützt. Die Jungtiere ducken sich bei Gefahr weg und werden vom Mähwerk erfasst. Um (tödlich endende) Verletzungen dieser Wildtiere zu vermeiden, arbeitet der LPV seit letztem Jahr mit einem Drohnenprojekt aus Obersüßbach zusammen.

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Trotz des Farbkontrasts selbst für den Menschen kaum erkennbar: ein Rehkitz
Raubtiere wie Wolf, Fuchs und Luchs können Farben nur sehr eingeschränkt wahrnehmen, weswegen das rötliche Fell im Grün des Grases für sie untergeht. Die hellen Flecken simulieren ein Licht- und Schattenspiel. Zudem besitzt das Kitz noch so gut wie keinen Eigengeruch - alles Eigenschaften, die auch das Auffinden mit mit Hilfe eines Hundes schwierig machen.


Dazu fliegt die mit Infrarot ausgestattete Drohne die zu mähende Fläche ab. Idealerweise findet der Überflug am Tag der Mahd während der frühen Morgenstunden oder bei bedecktem Wetter auch über den Tag statt. Die Aufnahmen der Drohnenkameras werden auf den stationären Bildschirm übertragen, wo nach Wärmepunkten Ausschau gehalten wird. Wärmepunkte mit „ausgefransten“ Rändern sind dabei bereits verlassene Sitzkuhlen, während eine kompakte Form mit klaren Rändern auf ein Tier schließen lassen. Tierretter, in der Regel der bewirtschaftende Landwirt oder örtliche Jäger, gehen dann in die Fläche und bringen das Kitz in Sicherheit.

Der Drohnenflug bietet eine schnelle und sehr sichere (93-97%) Möglichkeit des Aufspürens und somit eine gute Alternative zu anderen Wildretter-Techniken oder manueller Absuche.

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Am Boden wird die Drohne aufgebaut und vorbereitet. ...

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Nach dem Start fliegt sie dann die vorgegebene Route ab.

 

April 2020

Strukturen für das Rebhuhn

 

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Rebhuhn-Paar: links der Hahn und rechts die Henne

Wie beim Projekt des Monats im August 2019 bereits angekündigt, führt der Landschaftspflegeverband Landshut e. V. dieses Jahr Maßnahmen zum Schutz des Rebhuhns durch. Diese laufen über die Kampagne „Bayerns UrEinwohner“, finanziert durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Frau Renate Hanglberger, Marktgemeinderatsmitglied des Marktes Essenbach und Vorstandsmitglied des LPV, konnte uns bereits im November eine Fläche des Marktes zur Bearbeitung organisieren. Die etwa einen halben Hektar große Fläche liegt nördlich von Essenbach in unmittelbarer Nähe zur Sankt-Wolfgangskirche. Ursprünglich eine Dorf-Kiesgrube, wurde sie später verfüllt und dann sowohl als Weide und als intensiv bewirtschaftete Mähwiese genutzt. Durch die Maßnahmen soll aus der Fläche eine mäßig artenreiche „Bauernwiese“ mit einem lückigen Strauchheckenbestand werden, die nicht nur dem Rebhuhn Deckung bietet, sondern auch Nahrung und Nistplatz für viele weitere Tiere bildet.

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Ausgangszustand: kurzschürige, struktur- und artenarme Mähwiese

Im ersten Schritt wurde das bestehende Grünland flachgründig umgebrochen und die Schollen für die Pflanz- und Saatplanie gekreiselt. Anschließend wurden am 16. April verschiedene Straucharten in drei Heckenriegeln gepflanzt. Neben der autochthonen Herkunft (d.h. standorttypische, heimische Arten aus demselben Herkunftsgebiet) wurde bei der Auswahl der Sträucher auf strukturbildende (i. d. R. dornenbewehret) und fruchttragende Arten geachtet. Der Gebietsbetreuer Adrian Wimmer lud zum Spatenanstich in kleiner Runde ein: Herrn Bürgermeister Dieter Neubauer und Frau Sophia Brunnermeier; Frau Renate Hanglberger ließ sich von Herrn Stefan Zellner vertreten.

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Klimaschutzbeauftragte des Marktes Essenbach Sophia Brunnermeier, Gebietsbetreuer Adrian Wimmer, Marktgemeinderatsmitglied Stefan Zellner und Bürgermeister Dieter Neubauer

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Ganz ähnlich wie dieser Bestand soll sich die neue Heckenpflanzung etablieren. Wichtig für das Rebhuhn als Zielart ist die lückige und niedrigwüchsige Ausprägung.

Anfang Mai wird schließlich das ebenfalls autochthone Saatgut ausgebracht und die Fläche kann sich mit angepasster Pflege entwickeln, um dem selten gewordenen Hühnervogel einen nahezu ungestörten Lebensraum zu bieten. Beispielflächen wie diese auf kommunalem Grund sind nur ein Teil des Rebhuhn-Schutzes. Auch Landwirte und andere Flächeneigentümer können ohne Flächenstilllegung und mit nur geringem Aufwand helfen. Zu möglichen Maßnahmen und Fördermöglichkeiten kontaktieren Sie uns einfach.

 

März 2020

Wiederherstellung einer Verrieselungsfläche zum Moor- und Wiesenbrüterschutz im Mettenbacher-Grießenbacher Moos

 

Um die nötigen Wasserverhältnisse auf der Landkreisfläche wieder herzustellen, war es dringend notwendig, den das Biotop speisenden Grabenzulauf zu räumen.

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Von der Räumung des Grabenzulaufs profitiert auch der Große Brachvogel.

Nun ist die Biotopanlage wieder voll funktionsfähig und bietet einer großen Anzahl von seltenen Arten einen idealen Lebensraum im international bedeutsamen Vogelschutzgebiet.

 

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 Blaukehlchen

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 Badender Brachvogel

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 Kampfläufer auf Nahrungssuche

 

Februar 2020

Umweltbildungs-Pilotprojekt "Blütezeit Landshut"

 

2. Veranstaltung zum Umweltbildungs-Pilotprojekt am 13.02.2020

Nach der Auftaktveranstaltung in Pauluszell im vorigen Jahr durften die Kinder des 1. Jahrgangs der Grundschule Pauluszell mit ihrer Klassenleitung Frau Schmauß die Arbeiten der „Guten Dienste“ der Diakonie in deren Gärtnerei genau unter die Lupe nehmen. In Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Landshut ziehen die Mitarbeiter der Gärtnerei in der Landshuter Querstraße Jungpflanzen von über 50 gefährdeten, heimischen Arten heran. Zuerst werden in mühevoller Handarbeit die Samen am Naturstandort entnommen und in der Gärtnerei in Töpfe gesät. Die Pflanzen werden dann, wenn sie widerstandsfähig genug sind, wieder auf geeigneten Naturschutzflächen in der Region ausgepflanzt.

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Was sind Samen und wie können diese aussehen?
Die ganze Vielfalt verschiedener Arten auf einen Blick

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Vom Samen zur Jungpflanze – die Wachstumsstadien anschaulich dargestellt

Den Kindern wurden auf anschauliche Weise die Aufgaben der Gärtnerei und die Zusammenarbeit mit den Behörden und dem Landschaftspflegeverband vorgestellt. Die Schüler konnten erleben, was es heißt, wenn eine Pflanze zu keimen und wachsen beginnt und konnten nach einer Einführung auch heimische Arten aussähen und somit ganz praktisch bei diesem Artenschutzprojekt mithelfen.

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Die zum Auspflanzen geeigneten Jungpflanzen wurden unter die Lupe genommen.

Wir bedanken uns bei den Umweltpädagoginnen Lisa Fleischmann und Tina Winterer, sowie bei dem Team der Diakonie Stefanie Thomas, Markus Hutstein, Richard Straßer und dem Geschäftsführer Jan Ritzer für eine rundum gelungene, hochinteressante und kurzweilige Veranstaltung.

 

Januar 2020

Biotopoptimierung für die Zwergdommel in Ergolding

 

Seit mindestens 3 Jahren wurde am Paintner Weiher in Ergolding, der unter Ornithologen als idealer Platz für die Beobachtung der Zwergdommel bekannt war, leider keiner dieser Vögel mehr gesichtet.

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Der Paintner Weiher in Ergolding.

Die Zwergdommel konnte hier regelmäßig und aus nächster Nähe beim Jagen und beim Füttern der Jungen beobachtet werden. Leider wurde die Bruttradition aus unbekannten Gründen aufgegeben.

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Die Zwergdommel, Rote Liste Bayern 1 vom Aussterben bedroht

Wir versuchen durch das Entfernen der aufgegangenen Gehölze im Schilf das Biotop wieder so herzustellen, daß die Lebensraumansprüche der kleinen Reiherart erfüllt werden und hoffen auf die Rückkehr dieses sehr seltenen und interessanten Vogels.

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Die jungen, im Schilfgürtel aufgewachsenen Erlen müssen entfernt werden..

Auch weitere Vogelarten wie die Wasserralle und der Drosselrohrsänger profitieren von dieser winterlichen Naturschutzmaßnahme.

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Kommen auch am Paintner Weiher vor: Die Wasserralle ...

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... und der Drosselrohrsänger.


Weitere Infos zur Zwergdommel finden Sie auf der Website des Bayerischen Landesamtes für Umwelt.

 

Dezember 2019

Staatliche Maßnahmen im NSG „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“

 

Gemeinsam haben der Landschaftspflegeverband (LPV) Landshut, der Gebietsbetreuer Fabian Hertrich und die Unteren Naturschutzbehörden des Landkreises und der Stadt Landshut angepackt: Es ging darum, Lebensräume und Laichgewässer in den Auwäldern des NSG „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“ zwischen Landshut und Moosburg für selten gewordene Amphibien wie den Laubfrosch, den Springfrosch und die Gelbbauchunke wiederherzustellen.

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Finanziert wurden diese Naturschutzmaßnahmen durch den Fördertopf „Staatliche Maßnahmen“ der Regierung von Niederbayern, welcher für Maßnahmen, die in Naturschutzgebieten umgesetzt werden, zur Verfügung steht.

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Für rund 3.500 Euro sind „Stillgewässer“ – Tümpel und Weiher – in den Auwäldern im Raum Eching/Bruckbergerau so hergerichtet worden, dass sie wieder funktionsfähige Laichgewässer für eine Reihe von Amphibienarten sind.

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Auch wurden in Zusammenarbeit mit der Diakonie Landshut und der Biologin Irene Wagensonner 30 Fledermaus- und 40 Haselmauskästen im Gebiet an geeigneten Plätzen aufgehängt.

Fabian Hertrich, der seit Juli 2019 als Gebietsbetreuer für das NSG „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“ tätig ist, hat bereits weitere Maßnahmen für das Jahr 2020 geplant und wird diese wieder in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband und den Unteren Naturschutzbehörden von Stadt und Landkreis Landshut realisieren.

 

November 2019

Auftaktveranstaltung für das Pilotprojekt „Blütezeit Landshut“

 

Am 22.10.19 fand die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Blütezeit Landshut“ des Landschaftspflegeverbandes Landshut e. V. in Kooperation mit der Regierung von Niederbayern und der Umweltstation Landshut in Pauluszell statt.

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Ziel des Pilotprojektes ist es, die vielfältigen Maßnahmen des LPV in der Bevölkerung sicht- und erlebbar zu machen. Eine am Zellbach gelegene Wiese in der Nähe der Grundschule Pauluszell, konnte von der Gemeinde Wurmsham durch Fördergelder angekauft werden, um den Bestand des auf der Fläche noch vorkommenden bedrohten „abgestutzten Goldschopfhahnenfußes“ zu sichern und zu etablieren. Zu den Schutzmaßnahmen, die dort u. a. vom Landschaftspflegeverband umgesetzt werden, zählt die richtige Bewirtschaftung der Fläche genauso wie das Auspflanzen der nachgezogenen Jungpflanzen auf geeigneten Flächen. Auf spielerische Art und Weise wurden die komplexen Zusammenhänge des Lebensraums Wiese den Kindern der Grundschule durch die Umweltpädagoginnen Lisa Fleischmann und Tina Winter nähergebracht.

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Stefan Radlmair, Sachgebietsleiter des Bereichs  Naturschutz der Höheren Naturschutzbehörde der Regierung von Niederbayern, bedankte sich bei der Grundschule Pauluszell und der Gemeinde Wurmsham, vertreten durch Bürgermeisterin Neudecker, für die aktive Mitgestaltung an dem Projekt. Besonders hervorgehoben hat er die große Bedeutung des Pilotprojektes, das beispielgebend in ganz Niederbayern multipliziert werden soll. Tobias Lermer, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes, betonte die erstmalige Kooperation des Landschaftspflegeverbandes Landshut mit der Umweltstation Landshut, so dass hier Naturschutz und Umweltbildung Hand in Hand umgesetzt werden können, und bedankte sich bei der Regierung von Niederbayern für die Förderung des Umweltbildungsprojektes sowie bei der Grundschule Pauluszell für die Unterstützung beim gemeinsamen Projekt.

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Trotz der nebligen Witterung hatten die Kinder offensichtlich Spaß an der Unterrichtsstunde im Freien und verblüfften die anwesenden Gäste mit Ihrem Wissen um die Tier- und Pflanzenarten.

Der Landschaftspflegeverband Landshut bedankt sich nochmals herzlich bei der Regierung von Niederbayern, der Gemeinde Wurmsham, der Grundschule Pauluszell, der Umweltstation Landshut und der Diakonie Landshut für die Unterstützung beim Projekt und freut sich auf weitere spannende Unterrichtstage.

 

Oktober 2019

Vogelbeobachtungshütte Kreuzstauden / Infostation Isarmoos

 

Ende September war es soweit: Das Vogelschutzgebiet Mettenbacher-Grießenbacher Moos hat seine eigene Infostation mit Beobachtungshütte bekommen. Der „Hide“ befindet sich in einem ornithologisch höchst interessanten Gebiet, den sogenannten „Kreuzstauden“. Hier sind vor allem während der Hauptbrutzeit verschiedene und zum Teil seltene Vogelarten zu beobachten, allen voran der Kiebitz, der hier eine Brutkolonie besitzt. Aber auch während der Zugzeiten lassen sich hier Arten wie der Kampfläufer und verschiedene andere Zugvögel zur Zwischenrast nieder.

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Zukünftig soll die Infostation mit Handouts sowie weiteren Infotafeln zum Gebiet und den vorkommenden Arten ausgestattet werden.

Bei der Beobachtungshütte, die gleichzeitig als Infostation fungiert, handelt es sich um einen 6 x 2,5 m großen, ebenerdig angelegten Innenraum mit fünf nach Nordwesten ausgerichteten Sichtluken. Die Sichtluken befinden sich auf insgesamt drei verschiedenen Höhen, die den verschiedenen Anforderungen zur Vogelbeobachtung und -photographie dienen.

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Gebietsbetreuer Adrian Wimmer bei der Probe der Luken mit verschiedenen optischen Geräten. Die Luken und die Tür sind nach Benutzung der Hütte stets wieder zu schließen. Beim Öffnen und Schließen ist darauf zu achten, keine lauten Geräusche zu verursachen.

Neben Beobachtung, Photographie und Information ist vorgesehen, den Hide auch als „Klassenzimmer im Grünen“ bzw. allgemein bei Führungen zu verwenden. Neben LPV und Gebietsbetreuer kann und soll er auch von anderen Naturschutzgruppen wie Bund Naturschutz, LBV, NABU und Umweltstation genutzt werden. Anfragen zu Führungen können auch gerne direkt an den Gebietsbetreuer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / 0871 408-5506) gestellt werden.

Gefördert wurde der Bau über Mittel der Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien (LNPR).

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Die noch helle Optik des Lärchenholzes dunkelt bald nach, zudem wird die Beobachtungshütte noch eingegrünt und damit für Vögel deutlich unscheinbarer.

Wie komme ich hin?

Die Infostation ist am besten über die LA 10 zu erreichen. Von Norden (Postau, Weng, …) kommend biegen Sie kurz vor der Autobahnauffahrt Landshut/München rechts ab (auf der linken Seite befindet sich auf gleicher Höhe die Zufahrt zu einer Biogasanlage). Von Süden (Autobahn A 92, Wörth, Niederaichbach, …) kommend biegen Sie kurz nach der Autobahnauffahrt Landshut/München links ab. Stellen Sie Ihre Fahrzeuge bei größeren Gruppen bitte hier ab und gehen Sie zu Fuß / fahren mit dem Fahrrad weiter. Sind Sie mit nur einem Fahrzeug unterwegs, können Sie dem Kiesweg (Achtung Schlaglöcher!) weiter Richtung Süden und dann Westen entlang der Autobahn folgen. Südwestlich bei der Beobachtungshütte befindet sich eine Abstellmöglichkeit für PKWs. Die Gesamtstrecke beträgt ca. 760 m.

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September 2019

Neue Amphibienlebensräume am ehemaligen Standortübungsplatz

 

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Adlkofen und der Stadt Landshut wurden kürzlich im Bereich des ehemaligen Standortübungsplatzes neue Laichgewässer für bedrohte Amphibien geschaffen. Da die im Vorjahr angelegten Teiche herausragende Erfolge hinsichtlich der erfolgreichen Fortpflanzung von Laubfrosch, Gelbbauchunke und Co aufweisen konnten, wurden nun weitere Teiche angelegt.

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Zusätzlich wurden als Strukturelement und Überwinterungsquartier zahlreiche Wurzelstöcke für Amphibien und Reptilien ausgebracht.

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Der Landschaftspflegeverband Landshut e.V. freut sich über die neuen Biotope und dankt der Gemeinde Adlkofen und der Stadt Landshut für die Bereitstellung der Gestaltungsflächen.

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Foto: Der Laubfrosch profitiert von den neuen Gewässern.

 

August 2019

Das Rebhuhn - schützenswertes Bindeglied in der Kette von Naturschutz, Landwirtschaft und Jagd

 

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Im Rahmen der Kampagne „Bayerns UrEinwohner“ beginnt der Landschaftspflegeverband Landshut e. V. diesen Sommer mit dem Projekt „Das Rebhuhn - schützenswertes Bindeglied in der Kette von Naturschutz, Landwirtschaft und Jagd“. Das Rebhuhn wurde wegen seiner engen Verzahnung in den verschiedenen Landnutzungstypen und damit als idealer Mittelgrund und Ansatzpunkt zur Zusammenarbeit zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Jagd gewählt. Als stark gefährdete Vogelart liegt die Auswahl  thematisch nahe an dem 40jährigen Bestehen der Vogelschutz-Richtlinie, während sich die Lebensraumansprüche des Rebhuhns ideal mit dem Blühpakt Bayern in Einklang bringen lassen.

Thematisch wollen die beiden Ansprechpartner (Gebietsbetreuer Adrian Wimmer und stellv. Geschäftsführer des LPV Helmut Naneder) das Rebhuhn und seine Lebensraumbedürfnisse verschiedenen Personengruppen näher bringen. Vor allem Landwirte, Jäger und Kommunen, mit denen eine enge Zusammenarbeit angestrebt wird, werden hier eingebunden. Genauso sind aber auch sonstige Interessierte bei den Veranstaltungen willkommen.

Daneben sollen in dem Projekt, das von Juni 2019 bis September 2020 läuft, auch auf ausgewählten Flächen Beispiel-Lebensräume für das Rebhuhn gemeinsam mit den jeweiligen Eigentümern und Landnutzern angelegt oder bereits bestehende optimiert werden. Örtlich liegt der Schwerpunkt vor allem auf dem Isarmoos und der nördlichen Isarhangleite in den Gemeinden Essenbach, Weng, Postau und Niederaichbach, allerdings umfasst das Projektgebiet den gesamten Landkreis Landshut und auch das Stadtgebiet. Da vielerorts nur wenige oder veraltete Nachweise bekannt sind, freuen wir uns auch über Ihre Hinweise auf Rebhuhn-Vorkommen in Stadt und Landkreis Landshut.

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Weiterführende Informationen zur gemeinsamen Lebensraumgestaltung für das Rebhuhn:

Bayerns UrEinwohner im Internet

Broschüre des NABU